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Deutschland · Europe/Berlin
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In Berlin gilt im Winter die Mitteleuropäische Zeit (MEZ, UTC+1) und im Sommer die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ, UTC+2). Die Zone beruht auf dem 15. Längengrad Ost, der durch Görlitz an der polnischen Grenze verläuft, etwas östlich von Berlin. Am 1. April 1893 vereinheitlichte Deutschland seine vielen Orts- und Eisenbahnzeiten unter diesem Standard.
Deutschland führte als erstes Land landesweit die Sommerzeit ein, am 30. April 1916, um im Ersten Weltkrieg Kohle zu sparen. Nach dem Krieg wurde sie abgeschafft und kehrte ab 1940 zurück. 1947 stellte eine „Hochsommerzeit“ die Uhren für einige Wochen sogar zwei Stunden vor. Nach langer Pause führten DDR und Bundesrepublik die Sommerzeit 1980 wieder ein, und seit 1996 werden die Uhren am letzten Sonntag im März und im Oktober umgestellt.
Die gesetzliche Zeit Deutschlands erzeugen die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Verbreitet wird sie über den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt, dessen Signal etwa 2.000 Kilometer weit reicht. Funkuhren in weiten Teilen Europas stellen sich danach, auch bei der Umstellung auf Sommer- und Winterzeit, die das Signal im Voraus ankündigt.
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